Unvergessen

Cäsar

30.10.2009 – 30.03.2019

INNIG GELIEBT UND EINZIGARTIG

Du hast Dich von Anfang an in unsere Herzen geschlichen…

Du warst gerade mal 8 Wochen alt, kamst auf uns zugelaufen und hast Dich von mir und von Papa gleich auf den Arm nehmen lassen – ein Blick in Deine schönen braunen Augen und es war um uns geschehen. Von Anfang an hast Du uns um den Finger gewickelt. Ein Blick von Dir und niemand konnte Dir widerstehen. Du warst ein Sensibelchen – aber dafür so unglaublich lieb und brav. Du warst immer so lebensfreudig und liebtest es, über die Felder zu sausen und Vögel zu jagen – obwohl Du IMMER zweiter Sieger warst. Dich immer und überall zu wälzen und Dich so richtig dreckig zu machen hat Dir besonderen Spaß gemacht. Das Waschen danach war dann nicht mehr ganz so Dein Fall, aber Du hast es immer ohne Knurren über Dich ergehen lassen. Du warst einfach nur lieb und freundlich. Unser Aufpasser. Am zufriedensten warst Du, wenn wir alle da waren – wehe es ging einer weg. Das passte Dir gar nicht, aber Du wusstest genau wir kommen wieder. Und wenn wir dann wieder heimgekommen sind hast Du uns fast aufgefressen vor Freude. Wenn Du bei Deiner Pflegemama warst, hast Du auf sie aufgepasst und vor allem auf Deine kleine Freundin Cindy.

Und dann bist Du einfach gegangen – von einer Minute auf die andere. Der einzige Trost der uns bleibt ist, dass Du nicht leiden musstest. Ich, Deine Mama, war bei Dir, als du Deinen letzten Atemzug gemacht hast. Ich konnte es gar nicht begreifen – gar nicht fassen, was da geschah. Du gingst einfach so über die Regenbogenbrücke und passt nun von da oben auf uns alle auf. Mach´s gut mein Bub und vergiss nie, wir haben Dich über alles geliebt.

Danke für die Zeit, die wir mit Dir hatten. Die war einfach nur schön und Du fehlst uns so sehr. Du wirst immer in unseren Herzen bleiben – unvergessen.

Und eines Tages sehen wir uns auf der Regenbogenbrücke wieder – versprochen….

Deine Mama und Papa


SNÜF

Snüf wurde am 20. Juli 2005 geboren. Ihr erstes Herrchen, ein Landwirt in Ostfriesland, hatte Snüf zum Trost und auch als Seelenhilfe bei der Bewältigung des Verlusts seiner im Jahr 2005 gestorbenen Ehefrau liebevoll gedient. Leider ist ihr Herrchen dann im Jahr 2014 mit nur 69 Jahren gestorben. Somit war Snüf ohne Herrchen und wurde 6 Wochen in einer Tierpension betreut und über die Home-Page "Münsterländer in Not" an uns, der Familie Helli und Diethelm Mutzke nach Singen, vermittelt. Am 8. Februar 2014 haben wir dann Snüf aus Leer nach Singen überführt. Snüf war ein Traum von Hund. Einfach nur schön zum anschauen und lieb zu haben. Sie war eine sehr zarte und klein gewachsene liebe kleine Münsterländerdame. Von der 1. Stunde an suchte sie unsere Nähe und wollte am liebsten auf dem Schoß ihres neuen Herrchens Platz nehmen und einfach nur schmusen. Das hatte sie sicherlich auch bei ihrem Herrchen in Leer so gemacht.

Leider hatte Snüf schon vor der Übergabe in unsere Familie einen entzündeten Zeh, was uns aber als in Heilung angegeben wurde. Diese Entzündung stellte sich aber nach einer Röntgenuntersuchung als Krebsbefall der linken Zehe des rechten Hinterlaufes dar. Hier konnte nur noch eine Amputation der befallenen Zehe Abhilfe schaffen. Dieses hatte Snüf dann auch tapfer überstanden und war nach einigen Wochen wieder voll in Aktion.

Da sich der Krebs gemäß des Laborbefunds als extrem aggressiv zeigte, war die Bestürzung und Sorge doch sehr groß. Haben sich Metastasen gebildet, wird Snüf Glück haben? Wir haben voll an das Gute geglaubt, und Snüf ganz und gar an uns gebunden und ihr ein langes Leben bei uns gewünscht. Gemeinsam erlebten wir mit Snüf viele Stunden im Haus, im Garten, in der weiten Feldmark und in den schönen Wäldern.

Doch dann kam die Gewissheit. Die Metastasen hatten die Lunge von unserer Snüf befallen und es dauerte nur noch wenige Wochen, bis wir sie am Sonntag, den 20. September 2015 als Notfall in der Tierklinik in Villingen abgegeben haben. Am nächsten Tag mußte sie eingeschläfert werden. Unsere ganze Familie war zum Abschied nehmen dabei.

Snüf schaute uns noch einmal für ihre schöne Zeit bei uns dankbar an. Dann ist ihre liebe Seele von uns gegangen. Das hatte uns allen sehr, sehr weh getan.

Nun hat Snüf auf dem liebevoll angelegten Tierfriedhof in Singen ihre letzte Bleibe bekommen. Der Abschied wurde sehr einfühlsam von Frau Birgit Hafner vorbereitet und durchgeführt. Das hat unserer ganzen Familie sehr gut getan.

Wir werden Snüf nie vergessen.

Diethelm Mutzke


RONNY

Mein süßer Ronny, nachdem ich 2012 Deinen Bruder Chico zu Grabe tragen mußte, habe ich Dich drei Jahre später, 10 Tage vor Deinem 16. Geburtstag, verloren.

Ich erinnere mich noch wie ich gelitten habe, weil Du viel gehustet hast, einen Tumor in Deiner Lunge entdeckt wurde und es Dir zum Schluß so schlecht ging, daß ich Dich einschläfern lassen mußte, um Dich von Deinen Qualen zu erlösen. Du fehlst mir überall. Im Auto, Du saßest immer hinten und hast Deine Pfötchen auf die Fahrersitz-Lehne gelegt und überall Zuhause. Gerne erinnere ich mich an die schönen Momente, wenn Du mit Deinem Hölzchen gespielt hast. Du warst so unendlich treu und anhänglich und hast mir viel Freude bereitet. Die Zeit nach Deinem Tod war sehr schwer für mich.

Zwischenzeitlich hat die große Lücke in meinem Herzen ein kleiner 12jähriger Vierbeiner, dem ich ein neues Zuhause geben konnte, wieder etwas ausgefüllt. Aber Euch beide, Dich und Chico, werde ich nie vergessen und immer in meinem Herzen tragen.


(Ronny 01.04.99 - 24.03.15)


MUKI

Bevor Du, kleiner Muki, in mein Leben kamst, waren meine Tage gefüllt bis zum Rand und doch völlig inhaltlos. Du warst einer von dreien Deiner Art und übrig geblieben, weil Dich angeblich keiner wollte. Aus Angst, Du könntest mir während der Fahrt ins Lenkrad springen habe ich Dich damals im Kofferraum nach Hause gebracht. Ich habe Dir im Esszimmer Deine Ecke eingeräumt mit immer offenem Käfig, viel Heu und frischem Löwenzahn.

Innerhalb kurzester Zeit wurdest Du von einem Hasen, der mir womöglich ins Lenkrad springt, zur großen Liebe meines Lebens. Du liefst mir hinterher, kamst morgens sogar ins Schlafzimmer gehoppelt, um Deine Schmuseeinheit abzuholen. Abends hast Du schon an der Wohnzimmertür gekratzt um gemeinsam mit mir den Abend vor dem Fernseher zu verbringen. Natürlich lagst Du neben mir auf dem Sofa, hast Dich an mich oder auf meinen Schoß gekuschelt und hast Dich streicheln lassen bis meine Hände von Deinem weichen Angorafell ganz trocken waren. Wenn ich mit meinem Freund vom Einkaufen kam, kamst Du gerannt und wolltest sehen, was wir Dir mitgebracht haben.

Leider war unsere gemeinsame Zeit nur von kurzer Dauer. Du bist nach zirka zwei Jahren an Entwässerungs- in Verbindung mit Herztabletten gestorben. Die Lücke, die Du hinterlassen hast war rießig und hat sogar unsere Partnerbeziehung so verändert, daß sie nie mehr wurde wie zu der Zeit, als Du da und unser Kind warst. Noch heute steht Dein Bild auf meinem Nachttisch, noch heute spüre ich die Liebe zu Dir und Deine Liebe zu mir. Ich habe lange gebraucht, um Dich loszulassen und über den Schmerz hinwegzukommen. Ersetzen konnte Dich nichts und niemand. Bis heute nicht. Ich widme Dir diesen Platz auf der Seite des Tierfriedhofs, weil ich die Liebe in meinem Herzen für Dich mit anderen teilen will. Eines Tages werden wir uns wiedersehen.

(Muki 1999 - 2001)


HANNIBAL

Im Jahr 2002 streifte ich durch ein Tierheim auf der Suche nach einem neuen Weggefährten. Ein Kater sollte es sein. Da kamst du angelaufen, hast dich hinter den Gitterstäben von deiner besten Seite präsentiert. Eigentlich wollte ich dich zuerst nicht, denn sooo schön fand ich dich gar nicht. Doch du gabst mir schnell zu verstehen: Es kann nur einen geben, also nimm mich!

So kamst du zu mir. Als Wohnungskatze. Du warst geschätzt ungefähr 4 Jahre alt. Scheu, verschreckt und kämpferisch hast du dich gezeigt. Nur mit Handschuhen konnte ich dir näher kommen! Doch im Laufe der Jahre hast du dich zum wahren Schmusekater entwickelt und Vertrauen gefasst. Kein Ort ohne dich. Das Sofa, der Küchentisch, der Schreibtisch. Immer warst du an meiner Seite. Freude hattest du, als du Freigänger wurdest und einen Garten und eine neue Umgebung erkunden konntest. Jeden Tag hast du gewartet, wenn das Auto in den Hof fuhr und bist eilig mit ins Haus gerannt.

Tapfer warst du bis zum Schluss, als deine Kräfte dich verliessen. Kämpfen wolltest du, als ob du nicht gehen wolltest! Doch dein Körper hatte keine Kraft mehr. 18 lange und stolze Jahre warst du bei mir, bedingungslose Liebe hast du mir geschenkt.

Dafür danke ich dir! Ich werde dich nie vergessen!

(Hannibal 1998 bis 2016)


SOCKE

Wir haben Socke im Oktober 2013 aus dem Tierheim Singen mitgenommen. Es war sofort Liebe auf den ersten Blick. Er saß ganz ruhig auf einem kleinen Kratzbaum und lies sich sofort streicheln. Mit seinen wunderschönen Augen blickte er uns an.

Socke fühlte sich auch sofort in unserer Wohnung wohl. Jeden Morgen schrie er um 5 Uhr nach seiner Mama und seinem Papa, weil er Hunger hatte. Jeden Nachmittag begrüßte er uns, wenn wir nach Hause gekommen sind. Und jeden Abend lag er mit uns im Bett und schnurrte zufrieden.

Socke hat es geliebt aus dem Fenster zu gucken und die Vögel zu beobachten. Vor den Meerschweinchen ist er aber lieber weggerannt und hat sie von oben von seinem Kratzbaum angeschaut.

Durch Krankheit haben wir ihn im Juni 2016 verloren. Wir vermissen ihn jede Sekunde. Ohne ihn fühlt sich alles so leer an.


Sternchen

Sternchen kam als “Scheidungskind” zu mir. Ihr ehemaliges Herrchen hatte aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr für die Kleine und da ich im selben Haus wohnte, konnte sie zumindest, was den Freigang anbelangte, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. In der Nachbarschaft ging es ihr nicht gut, sie wurde davongejagt, geschlagen, getreten und mit Wasser übergossen. Aus diesem Grund war sie fremden Menschen gegenüber zunächst sehr scheu, was sich manchmal leider auch in Aggressivität mir gegenüber auswirkte. Mit viel Geduld und Liebe gewöhnten wir uns aneinander. Sie entwickelte sich zu einer richtigen Schmuserin, legte ihre Scheu fast vollkommen ab und wir wurden ein perfekt eingespieltes Paar, welches viel voneinander lernte. Die ehemalige Freigängerin gewöhnte sich an ein Leben in der Wohnung mit kontrolliertem Freigang. Das bedeutete, ich begleitete mein Sternchen nach draußen, vermittelte ihr Sicherheit und sie dankte es mir damit, dass sie sich nie weit vom Haus entfernte, ihren Freigang genießen konnte und nach und nach eine total entspannte Katze wurde.

Leider bleiben auch unsere Lieblinge nicht von Krankheit verschont. Im Alter von 14 Jahren wurde bei Sternchen eine schwere Herzerkrankung festgestellt. Die Folge davon war Wasser in der Lunge. Mit Medikamenten konnte sie jedoch ganz gut leben, auch wenn es mir am Anfang oftmals große Mühe bereitete, ihr diese erfolgreich zu verabreichen. Die Diagnose bedeutete für mich leider auch ein Abschiednehmen auf Raten, was viele schlaflose Nächte und Tränen zur Folge hatte. Ich versuchte die Zeit, die mir mit Sternchen noch blieb, bewusster zu erleben und zu genießen. Gerade die letzten Monate ihres Lebens ist mir das gut gelungen und ich kann mich nur bei dieser einmaligen, liebenswerten Seele bedanken, dass sie in mein Leben getreten ist und wir uns gegenseitig, 12 Jahre lang, durch Höhen und Tiefen begleitet haben. Was mir dieses kleine Lebewesen gegeben hat ist unbezahlbar und deswegen vermisse ich sie so sehr. Die Leere, welche sie hinterlassen hat, ist enorm und sehr schmerzhaft. In meinen Erinnerungen lebt mein Sternchen weiter und irgendwann steht sie auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke hält inne und sieht gespannt auf, dann rennt sie los und nimmt mich in Empfang ...!

Sternchen, gestorben am 14. November 2016


MIA und MORITZ

Im Mai 2003 habe ich meine beiden Katerle bekommen. Ich habe sie Max und Moritz getauft. Nach nur 13 Monaten ist mir der Max genommen worden. Moritz war anderen Katzen gegenüber immer unterwürfig gewesen. Dadurch hat er sich wahrscheinlich mehr zu Menschen hingezogen gefühlt.

Ich habe die spezielle Art von ihm stets geliebt. Er war ein ganz besonderes Original. Er machte Schränke auf und holte alles heraus. Wenn ich meine Blumen auf der Terrasse gegossen habe war er da und hat mit den Wassertropfen gespielt. Machte ich es mir auf dem Sofa bequem dann war er sofort da, legte sich auf mich und schnurrte ganz leise. Wollte ich dann mit ihm reden legte er mir eine Pfote direkt auf den Mund als wollte er sagen, sei jetzt ruhig. So konnte er endlos lange auf mir liegen. Das war unser regelmäßiges Ritual, das wir beide gemeinsam genossen haben.

Als später meine kleine Hündin Mia bei uns einzog, belagerten mich alle beiden. Aber Moritz wollte immer der Erste sein. Er hörte auf mich wie ein Hund und hat sich sogar mit mir unterhalten. Wirklich! In 2016 habe ich Mia verloren. Ihr Verlust schmerzte mich unglaublich. Nun habe ich auch noch Moritz verloren. Beide waren einzigartig. Nein! Jedes meiner Tierchen war einzigartig und bleibt für immer in meinem Herzen. Und ich vermisse sie sehr. Auf dem Singener Tierfriedhof haben sie ihre letzte Ruhe gefunden und wenn ich sie dort besuche, bin ich ihnen fast so nah wie früher im Leben.

MIA
geboren 25.12.09 - gestorben 06.03.16
MORITZ
geboren 23.03.03 - gestorben 25.10.17


Christa S.


MICKY

Mai/Juni 1997 - 3. Februar 2019

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Im August ‘97 bist du liebe Micky zu uns gekommen und hast ab diesem Augenblick unser aller Herz gewonnen.

Mit gerade mal 4 Monaten hast du uns deine ersten Talente gezeigt, wie du z. B. die Türen öffnen kannst. Sogar als man sich mal ausgeschlossen hat, war auf dich Verlass.

Etwa 1 Jahr später mussten wir dich aufgrund eines Umzuges an eine stark befahrene Strasse schweren Herzens an unsere Bekannten mit einem großen Hof abgeben. Es fiel uns sehr schwer und wir haben dabei sehr viele Tränen vergossen.

Da du dich die ersten 2 Wochen nur versteckt hattest und aus dem Versteck nur rausgekommen bist, wenn wir zu Besuch da waren, haben wir uns entschieden dich wieder zurück zu nehmen,
..und das war die allerbeste Entscheidung für uns alle!

Ab diesem Moment hast du uns deine Überlebenskünste gezeigt, sogar als Begleiter zur Bushaltestelle oder auch zum nächsten Supermarkt.

Über 21 1/2 Jahre haben wir uns gegenseitig begleitet, einige Tiefen, Höhen und sehr viele schöne Momente miteinander erlebt.

Deine Neugier, Liebe und Tapferkeit waren so bewundernswert. Obwohl du die letzte Zeit leider nichts mehr gehört und mit noch ein paar weiteren altersbedingten Themen zu tun hattest, hat es dich nicht davon abgehalten, weiterhin sehr neugierig und lebensfroh zu bleiben und uns weiter so viel Liebe und Kraft zu schenken. Voller Liebe konntest du es kaum erwarten, bis man sich irgendwo hingesetzt hatte, damit du dich schnurrend dazu kuscheln konntest.

Lieber Herrgott, vielen Dank, dass du uns eine so lange und sehr schöne Zeit mit unserem geliebten Familienmitglied Micky geschenkt hast.

Liebe Micky vielen Dank für alles, jeden einzelnen Moment und jedes einzelne Lächeln, welches du uns ins Gesicht gezaubert hast.



Ruhe in Frieden mein Schatz und genieße das ewige Leben im Himmel.


Felinchen

Mein liebes Felinchen,

du bist nicht mehr hier! Dich zu verlieren war unbeschreiblich schmerzhaft. Ich stand lange unter Schock, konnte wochenlang nicht glauben, dass du über die Regenbogenbrücke gegangen bist. Die ersten Fotos von dir sah ich kurz nach deiner Geburt. Besuchen durfte ich dich und deine Geschwister zum ersten Mal im zarten Alter von 4 Wochen. Gerade mal so groß wie meine Hand kamst du sofort angekrabbelt und schliefst auf meinen Beinen ein. Es war total süß und so war die Auswahl des neuen Kätzchens schon beim ersten Kennenlernen getroffen. Für dich war es auch sofort klar, DU hattest MICH ausgewählt! Ich freute mich riesig auf die Zukunft mit dir. Nach einigen Wochen war es dann endlich soweit und du bist bei Katze Sternchen und mir eingezogen. Kaum Zuhause machtest du es dir auf Sternchens Lieblingsturm bequem und schliefst ein. Als diese dich ziemlich unfreundlich aufforderte ihren Platz zu verlassen, bist du kurz aufgestanden, schautest zu ihr auf, legtest dich provokativ wieder ab und schliefst danach ein. Sternchen war total sauer und zog sich beleidigt zurück. Ihren Lieblingsplatz hat sie nie wieder aufgesucht. Den Einstand im neuen Zuhause hast du auf deine Art mit Bravour gemeistert.

Im Laufe deines Lebens hattest du einige schwierige Phasen. Einige Male musstest du operiert werden. Im Alter von 7 Jahren bist du nur knapp dem Tod entronnen. Mehrere Ärzte hatten den Ernst der Lage leider nicht erkannt! Immer wieder hattest du Probleme mit den Augen. Aber egal um welche Beschwerden es sich auch handelte, stets hast du dich von den Strapazen wieder komplett erholt. Leider nicht bei der letzten Diagnose, einer sehr aggressiven Krebserkrankung. Das Geschwür wurde von Woche zu Woche größer und war zuletzt nicht mehr zu übersehen. Ich fühlte mich total verzweifelt und hilflos denn ich wusste, dass uns nur noch wenig Zeit zusammen blieb.

Du warst zwar überwiegend eine Wohnungskatze, liebtest jedoch unseren Garten und am Meisten den saftig grünen Rasen. Der Winter kam und mein größter Wunsch war es, dich noch einmal nach draußen begleiten zu dürfen. Dorthin, wo du immer so glücklich warst, Insekten beobachtetest, viele Stunden einfach nur im Gras lagst und dich in meiner Nähe so sicher fühltest. Am 9. Mai 2021 - an Muttertag, war es dann soweit. Es war ein wunderbarer, warmer, sonniger Tag. Du warst zwar vom Krebs schon gezeichnet, aber die Freude war dir anzusehen, als du in diesem Jahr zum ersten Mal wieder das frische Gras spüren konntest. Du hattest so viel Freude an diesem für dich so schönen Ort und in mir kam die Hoffnung auf, dass wir vielleicht doch noch einen schönen gemeinsamen Sommer zusammen verbringen könnten...!

Zurück in der Wohnung fingst du plötzlich kläglich an zu miauen. Innerhalb kürzester Zeit verschlechterte sich dein Zustand zusehends. Plötzlich konntest du deine Hinterbeine nicht mehr bewegen. Scheinbar hattest du mir meinen sehnlichsten Wunsch noch erfüllt und so lange durchgehalten, bis wir ein letztes Mal gemeinsam auf unserem Rasen waren. 6 Stunden nach unserem Ausflug in den Garten musste ich dich gehen lassen. Ich hatte dir versprochen, dass ich bei dir bleibe und dich bis zum Schluss begleiten werde. Deinen letzten Weg über die Regenbogenbrücke hast du am Muttertag Abend jedoch alleine angetreten, denn der Tierarzt hat mir leider nicht erlaubt bei der Euthanasie dabei zu sein und dir in diesem schweren Moment beizustehen. Wie gerne hätte ich dich in meinen Armen gehalten, so wie ich es schon bei Sternchen tat. Es war mir nicht vergönnt mein Versprechen einzuhalten und so musste ich dich in diesen schweren Minuten alleine lassen. Das war grausam und fast unerträglich für mich als Katzen-Mama! Wahrscheinlich werde ich mein Leben lang darunter zu kämpfen haben! Noch immer muss ich weinen, wenn ich daran denke.

Mein liebes Felinchen. Vielen Dank, dass du mich damals auserwählt und mir fast 15 Jahre lang so viel Freude bereitet hast. Ich hoffe, Du bist jetzt wieder mit Sternchen vereint und dass wir uns irgendwann alle wiedersehen! Bis dahin alles Liebe. Mach es gut, auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke, Deine Mama mit Tessy und Lissy. Wir werden dich nie vergessen!


Kodi

Kodi (Rasse Shih Tzu) wurde am 16. August 2010 in Chojnow/Polen geboren. Grazyna holte ihn mit 6 Wochen zu sich und seither war Kodi immer als treuer Gefährte und Freund an ihrer Seite. Ja, er war sogar noch mehr, aufgrund seiner Größe, seines süßen Aussehens und seiner Verschmustheit war er bis ins fortgeschrittene Alter wie ein Kind für sie.

2019 kam Grazyna nach Deutschland um hier zu arbeiten und holte Kodi nach 9 Monaten nach. Kodi war völlig unproblematisch, er konnte eine ganze Schicht lang, manchmal über 8 Stunden, allein zu Hause bleiben und schlief geduldig in dieser Zeit (tibetischer Schlafhund) und freute sich natürlich sehr, wenn Grazyna, seine Mami, wieder von der Arbeit nach Hause kam. Er hat nie in die Wohnung gemacht, er hatte eine durchaus starke Blase! Kodi war bei allen Mitbewohnern, Nachbarn und auch im Pflegeheim bei den Mitarbeitern und Bewohnern sehr beliebt, alle liebten ihn und fanden in äußerst süß. Bei manchen Bewohnern des Pflegeheims fungierte er sogar ab und zu als Therapiehund und wenn Grazyna ihn mal irgendwohin nicht mitnehmen konnte, fanden sich immer genug Kollegen/innen, die Kodi sehr gerne bei sich aufnahmen und auf ihn aufpassten.

In ihrer Freizeit machte Grazyna viele Ausflüge mit Kodi an den Bodensee und auf den Hohentwiel. Kodi liebte es am Wasser zu sein und er liebte es, sich in frischem, sattgrünem, kühlen Gras zu wälzen. Auf die Heimaturlaube in Jelenia Gora freute sich Kodi immer sehr und auch Grazyna’s Freunde und Verwandte freuten sich auch sehr, Kodi wiederzusehen. Jeder liebte Kodi!

Im Mai 2022 bekam das Minirudel Zuwachs durch Stefan, den Grazyna per Anzeige kennengelernt hatte. Stefan und Kodi mochten sich auf Anhieb sehr und seither machten Mami, Papi und Kodi ihre Touren zu dritt und Stefan zeigte den beiden noch viele schöne Orte in der Umgebung, in Bayern, in Österreich und in der Schweiz. Da Kodi schon etwas älter war und nicht mehr so große Strecken gehen konnte kaufte ihm Stefan einen Hundewagen, in dem sich Kodi auf Anhieb sehr wohlfühlte und sich ganz stolz darin spazieren fahren ließ. Andere ältere Hunde, denen sie unterwegs begegneten, konnten nur neidisch schauen. Abends liebte es Kodi mit Mami und Papi auf der Couch zu kuscheln und nach dem Abendbrot musste er immer seine 3 obligatorischen Hühnchenschenkel von „Dein Bestes“ (DM) zum Nachtisch haben!

Kodi war sehr intelligent, kinderlieb, zutraulich, kontaktfreudig und verschmust und er gab die Liebe, die man ihm schenkte, tausendfach zurück! Zum Schluss machte sein krankes Herz trotz Tabletten nicht mehr mit und so ging Kodi am 20. November im Alter von 13 Jahren über die Regenbogenbrücke in den Hundehimmel. Ein kleiner Trost für Stefan und Grazyna war, dass er in ihrem Beisein, in ihren Armen gehen konnte, er war nicht allein. Und auch für Kodi, der sicher spürte dass er gehen musste, war der Abschied dadurch vielleicht nur halb so schwer.

Kodi hat einen sehr schönen letzten Ruheplatz auf dem Singener Tierfriedhof gefunden, in dessen Nähe er seine letzten 4 Jahre verbrachte. Kodi wird von allen die ihn kannten und liebten für immer vermisst, geliebt und nie vergessen werden! In Sachen bedingungsloser, selbstloser Liebe und Treue haben wir viel von Kodi gelernt!

Möge Kodi, unser kleiner Goldschatz, in Frieden ruhen. Er wird für immer in unseren Herzen sein!


Elly

Der Tod unserer Katze Muschle, die 2004 im hohen Alter von 20 Jahren verstarb, ließ es sehr einsam in der Wohnung werden. Kein weiches Fell, dass mir morgens um die Beine strich, niemand der auf mich wartete, wenn ich nach Hause kam oder sich auf meine Zeitung legte, wenn ich mich zum Frühstück über die Neuigkeiten und Geschehnisse in der Welt informierte, keine Katze die mir auf dem Sofa Gesellschaft leistete, wenn ich mich abends von der Arbeit erholte. Es war schnell klar, ich möchte wieder einer Katze ein schönes Zuhause bieten.

Die blauen Briten hatten mir schon immer gefallen und durch einen Zufall stoß ich auf einen Züchter, der solch eine Katze gerade anbot, die aus hierarchischen Gründen die Zucht vorzeitig verlassen sollte. Es war Liebe auf den ersten Blick - eine Schönheit, perfekt wie aus dem Bilderbuch. Diese Katze wollte ich unbedingt haben!

"Normalerweise gebe man keine Katze so viele Kilometer entfernt ab", meinte der Züchter, "aber die Tatsache, dass meine verstorbene Katze steinalt wurde sei sicherlich ein Zeichen, dass es ihr nicht schlecht ergangen sein konnte", war letztendlich die Antwort des Besitzers bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme und so fuhren meine Tochter und ich in das ca. 650 km entfernte Hamm, um Katze Elly und ihr Herrchen kennenzulernen.

Das Zusammentreffen verlief ausgesprochen positiv, alle Zweifel waren beiderseits aus dem Weg geräumt und so waren wir einen Tag später mit Elly im Auto wieder auf dem Weg in den Süden und konnten es kaum erwarten, dieser Schönheit ihr neues Zuhause vorzustellen.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit war endlich wieder Leben in der Wohnung. Elly war ein sehr dominantes Tier, was nur schwer andere Katzen um sich herum duldete, mit Ausnahme ihrer Freundin Felinchen, der Norwegischen Waldkatze meiner Tochter, bei der Elly immer wieder zu Besuch sein durfte. Die beiden Katzen mochten sich sehr gerne, spielten zusammen und jede erlaubte der anderen die eigenen heiligen Schlafplätze und den Transportkorb zu benutzen.

Elly war mein Ein und Alles und wir hatten eine sehr schöne gemeinsame Zeit.Wenn ich die Wohnung verließ, erwartete sie mich bei meiner Rückkehr immer an der Türe. Sie saß jedoch nicht nur da, wie die meisten Katzen, sondern überraschte mich immer mit einem besonderen Geschenk, meistens in Form eines Fellmäuschens. Je länger ich abwesend war, desto mehr Mäuse wurden es. Bis zu drei Mäuschen erwarteten mich und eine Katze, die mich freudestrahlend begrüßte aber auch ausdrückte, dass es jetzt endlich Zeit für ihr lang erwartetes Futter sei.

Sie liebte die gemeinsamen Fernsehabende auf dem Sofa, bei denen sie kuschelnd neben mir lag.

Damit es meiner Katzen-Lady nicht zu langweilig wurde, stellte ich auf dem Balkon ein Vogelhäuschen auf. Elly lag im Sommer dann gerne auf einem Gartenstuhl, genoss die Wärme und beobachtete aus einiger Entfernung das lustige Treiben der gefiederten Tierchen. Sie war sehr gut erzogen und zeigte kein Interesse daran die Vögel zu jagen. Im Winter schaute sie dem selben Treiben von der warmen Fensterbank aus zu.

Elly liebte auch ihre Fellpflege mit Kamm und Bürste. Ich brauchte diese Gegenstände nur in die Hand zu nehmen, schon kam sie angerannt und stand parat. Allerdings gab sie die Dauer der Schönheitspflege vor. Wenn Elly keine Lust mehr an der Sache hatte, konnte die Pflege auch schon nach kurzer Zeit wieder vorbei sein. Sie hatte halt ihren eigenen Kopf und wusste sehr genau was sie wollte. Zum Beispiel musste ich sofort nach der Futter Bereitstellung in der Küche diesen Ort wieder verlassen. Da gab es keine Diskussion und meine Tochter wurde sogar regelrecht von ihr attackiert, wenn sie sich nicht an die Regeln von Elly halten wollte. Auch hasste Elly das Autofahren und am Meisten den Gang zum Tierarzt, der leider im betagten Alter immer öfters notwendig war. Glücklicherweise konnte ich ihr den letzten Weg bezüglich einer Euthanasie ersparen. Elly kam mir zuvor und schlief an ihrem Lieblingsplatz zu Hause im Alter von knapp 22 Jahre ein. Ich vermisse ihre besondere Art so sehr.

Elly, Du warst ein ganz besonderes Tier, so EINZIGARTIG und wirst für immer einen Platz in meinem Herzen besitzen!


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